Aktuelles

Mein Finanztipp im Juli: Neues L-Bank Förderprogramm „Innovationsfinanzierung 4.0“

vom 26. Juli 2017

Die L-Bank hat mit Blick auf die beiden Megatrends der nächsten Jahre – Digitalisierung und Mobilität – ihr Innovationsfinanzierungsprogramm überarbeitet, erweitert und gewaltig vereinfacht. Das ab 1.7.2017 aktive Programm „Innovationsfinanzierung 4.0“ deckt jetzt noch mehr Investitionen ab und ist noch einfacher zu beantragen als bisher.

Finanziert werden - Innovative Vorhaben zur Entwicklung neuer oder verbesserter Produkte oder Prozesse - Digitalisierungsprojekte - F&E-Projekte entlang der Wertschöpfungskette Mobilität - Deckung des allgemeinen Kapitalbedarfs innovativer Unternehmen

Insbesondere der letzte Punkt ist für alle innovativen Unternehmen interessant, die auf ausreichende Liquiditätsreserven Wert legen. Das Programm eignet sich für jedes Unternehmen, das die KMU-Kriterien erfüllt (max. 250 Beschäftigte und bis 50 Mio EUR Jahresumsatz).

Die Antragstellung ist gegenüber der bisherigen Praxis stark vereinfacht. Die bisher notwendige Projektbeschreibung entfällt zugunsten einer einfachen und übersichtlichen Bestätigung zum Kreditantrag.

Merkblätter und Konditionen unter www.l-bank.de.

Mein Finanztipp im Mai: Mehr Selbstbestimmung wagen

vom 29. Mai 2017

Die Zukunft der Unternehmensfinanzierung liegt in der Selbstbestimmung. Unternehmer sollten die günstigen Rahmenbedingungen jetzt nutzen, um die Unternehmensfinanzierung zukunftsfest aufzustellen. Die selbstbestimmte Unternehmensfinanzierung ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmenszukunft, in der mehr denn je Wachstum, Innovationen und Investitionen in weiche Güter wie Mitarbeiter, Daten und Organisation gefragt sein werden. Alles unverzicht-bare Erfolgsfaktoren, die die Bereitstellung nicht unerheblicher Geldmittel erfordern. Was heute unproblematisch scheint, kann morgen allerdings schon schwierig sein. Die aktuelle Niedrigzinsphase sowie die auf hohem Niveau laufende deutsche Konjunktur sind – zweifellos angenehme – Momentaufnahmen, die einen gefährlichen Blütenteppich über die latent vorhandenen Unternehmensrisiken gelegt haben. Markt-, Produkt-, Länder-, Zinsänderungs- sowie strategische Risiken sind nur einige Gefährdungen, die sich bei Verwerfungen der derzeitigen Konjunkturlandschaft durch diesen Teppich schieben und Lösungsforderungen stellen werden. Hinzu kommen die sich stetig verschärfenden aufsichtsrechtlichen Restriktionen für die Kreditvergabe von Banken, Sparkassen und anderen Finanzinstitutionen. Alles zusammen ein Konglomerat an sich gegenseitig verstärkenden Risiken, die sich unmittelbar auf die Liquiditätsversorgung von Unternehmen auswirken können. Abhängigkeiten von einem oder sehr wenigen Finanzpartnern beschleunigen das Gefährdungstempo. Finanzierungsfehler werden, wie es sich in der Vergangenheit häufig gezeigt hat, zumeist in guten Zeiten gemacht. Wenn die Bonität stimmt, sind die Banken großzügig mit ihren Zusagen und weil es einfach ist, dieser Verlockung zu erliegen, werden Abhängigkeiten von einem oder wenigen Geldgebern zementiert, die die Handlungsfähigkeit in schwierigen Phasen erheblich einschränken können. Unternehmer sollten daher aus den Erfahrungen gescheiterter Marktbegleiter lernen und gerade die guten Zeiten nutzen, um ihre Finanz- und Finanzierungsstrategie auf den Prüfstand und auf eine breite Basis zu stellen. Abkehr von der Monokultur Bankkredit (was nicht Verzicht auf Bankkredit bedeutet) und hin zu einem individuellen risikooptimierten Mix aus Finanzinstrumenten und -partnern ist die Erfolgsformel für Unternehmer, die ihr Unternehmen ohne Liquiditätssorgen in die Zukunft führen wollen. Selbst bestimmen bedeutet, der Fremdbestimmung vorbeugen. Jürgen Herzig Finance Relations Management unterstützt Unternehmer dabei, wie sie diese Aufgabe angehen können und welche Handlungsoptionen ihnen zur Verfügung stehen, um einen für sie optimalen Finanzierungsmix zu erreichen. Damit sie künftig selbst über Art, Herkunft, Höhe, Kosten und Rückzahlung von Finanzmitteln bestimmen können, und nicht andere.

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Mein Finanztipp: Wie krisenfest ist Ihre Unternehmensfinanzierung?

vom März 2016

50 Fragen zur Selbsteinschätzung für Unternehmer.

Die wirtschafts- und geopolitischen Krisenherde häufen sich. Angesichts der Turbulenzen an den Aktienmärkten, eines möglichen Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union und der ungelösten Flüchtlingskrise ist in der deutschen Industrie die Furcht vor einer Konjunkturabkühlung gewachsen. Mit Blick auf die schwierige Verfassung einiger wichtiger Auslandsmärkte wie China, Russland und Brasilien drohen Absatzrisiken im Exportgeschäft. Geopolitische Faktoren und eine zunehmend hilflos scheinende Zinspolitik der EZB kommen verunsichernd hinzu.

Angesichts der Menge der einzelnen Risikofaktoren müssen sich Unternehmer zunehmend die Frage stellen, wie krisenfest ihre Unternehmen finanziert sind. Ich habe dazu einen Katalog mit 50 Fragen aufgestellt, die ich aus meiner langjährigen Berufserfahrung als Banker abgeleitet habe. Die ehrliche Beantwortung dieser Fragen gibt wichtige Hinweise auf Risikopotenziale der Unternehmensfinanzierung. Noch ist Zeit zu handeln. Der Fragenkatalog steht unter diesem Link zum Download zur Verfügung.

Mein Finanztipp: Alternativen zum Bankkredit nutzen

vom 01. Februar 2016

Seit die Regulierungsbehörden die Zügel bei den Banken immer weiter anziehen, erlebe ich oft, dass die Beurteilung von Kreditrisiken zurückhaltender wird und Finanzierungswünsche von Unternehmen, deren Bonität sich im Grenzbereich bewegt, nicht erfüllt werden, auch wenn es sich um langjährige Kunden-Bank-Beziehungen handelt.

Andererseits gibt es in der gegenwärtigen Niedrigzinsphase genügend Investoren, die dringend lukrative Anlagemöglichkeiten suchen, und darunter sind Darlehen an Unternehmen eine immer häufiger anzutreffende Alternative.

Ich arbeite seit letztem Jahr erfolgreich mit einer Plattform zusammen, die Mittel solcher Investoren bündelt und als Darlehen an kleine und mittlere Unternehmen ausreicht. Die maximale Darlehenssumme beträgt zurzeit 250.000 EUR. Sicherheiten werden bis auf die persönliche Haftung des Unternehmers nicht verlangt.

Auf diesem Weg konnte ich meinen Kunden schon mehrfach helfen und die erforderlichen Kredite beschaffen. Natürlich zu bonitätsabhängigen Konditionen (z. B. Darlehen 200.000,00 EUR, Laufzeit 48 Monate, 7,64% p.a., zuzügl. einer laufzeitabhängigen Bearbeitungsgebühr), die auf den ersten Blick teuer scheinen, aber immer noch im Rahmen dessen liegen, was die Hausbanken in diesen Fällen für den laufenden Kontokorrentkredit verlangen. Und die zusätzliche Liquidität hatte bei diesen Unternehmen Vorrang vor der Höhe des Zinssatzes.

Erstaunlich in allen Fällen war die Schnelligkeit von Kreditprüfung und Auszahlung. Nach einer Vorprüfung der Machbarkeit, die ich mit meinen Analysetools durchführe, geht es in der Regel zügig voran. Zuletzt hatte ich kurz vor Weihnachten das Darlehen für einen Kunden beantragt, nach den Feiertagen war die Zusage da und Anfang Januar hatte mein Kunde das Geld.

Was brauche ich dazu? Die geprüften Jahresabschlüsse der letzten beiden Geschäftsjahre, eine vollständige aktuelle BWA und eine Beschreibung des Unternehmens und des Verwendungszwecks. Das ist alles. Es kann sich auf jeden Fall lohnen, diese Alternative zu prüfen. Unternehmen machen sich damit auch ein Stück weit unabhängig von ihren Banken. Und das hat noch nie geschadet.

Interview mit Jürgen Herzig - handwerk magazin 01/2016

vom 20. Januar 2016

Ein Interview zum Thema Banken und Existenzgründer, das in der Januar-Ausgabe des Handwerk-magazins erschienen ist.

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Mein Finanztipp: Ratingcheck für Ihren Jahresabschluss 2015

vom 08. Januar 2016

In den nächsten Wochen werden alle Unternehmer wieder mit der Erstellung des Jahres-abschlusses für 2015 beschäftigt sein. Zu beachten dabei: die Qualität des Abschlusses ist maßgeblich für die Kreditbereitschaft und die Finanzierungskonditionen der Banken.

Basel III und andere Maßnahmen der Bankenaufsicht werfen lange Schatten. Die Ansprüche von Banken und Sparkassen an die Bonität ihrer Kreditnehmer wachsen ständig. Die sich im Rating abbildende Bonität bleibt einer der wichtigsten Schlüssel zum Kreditmarkt, und der Jahresabschluss 2015 wird nun einmal wieder der wichtigste Ratingtreiber im ganzen Geschäftsjahr sein.

Andererseits werden Unternehmer im Rahmen Ihrer Abschlussarbeiten wieder vor der Frage stehen, inwieweit zulässige Gestaltungsspielräume des Bilanzrechts ausgeschöpft werden sollen, um das Jahresergebnis steuerlich zu optimieren. Kollisionen zwischen dem Unternehmerinteresse, die Steuerlast so gering wie möglich zu halten, und dem Anspruch der Banken nach einem ausgewogenen Verhältnis von Verschuldung und Jahresergebnis, sind da nicht ausgeschlossen.

Ich rate deshalb allen Unternehmern – auf jeden Fall aber denen, deren Bilanzen sich im Grenzbereich bewegen, oder die in 2016 größere Investitionen planen – die Jahresabschlüsse vor Weitergabe an Banken einem Ratingcheck zu unterziehen, um Überraschungen zu vermeiden und gegebenenfalls durch Gestaltungsmaßnahmen im Jahresabschluss Einfluss auf das Rating zu nehmen.

Ich biete diesen Ratingcheck regelmäßig im Rahmen meiner Beratungstätigkeit an, wahlweise als Kurz- oder Intensivsimulation (für ein bzw. drei Geschäftsjahre). Ich verwende dafür die seit 15 Jahren etablierte Ratingsoftware R-Cockpit® der Scope Ratings AG, deren Aussagegehalt für die Ratingsysteme aller deutschen Kreditinstitute zutreffend ist. Ein Beispiel einer solchen Intensivsimulation können Sie sich hier ansehen und downloaden.

Lassen Sie sich also nicht von Ihrer Bank überraschen, sondern steuern Sie Ihre Bonität vorausschauend. Mein Ratingcheck hilft Ihnen dabei. Gerne mache ich Ihnen Ihr individuelles Angebot. Nutzen Sie diese Chance jetzt. Die nächste kommt erst in 2017 wieder.

Übrigens: die Ratingsimulation mit R-Cockpit hat sich auch bei der Bewertung von Planszenarien und deren Auswirkungen auf die Bonitätsentwicklung bewährt.

Anschrift

Jürgen Herzig
Finance Relations Management
Hausweinberg 7
71334 Waiblingen

Tel.: 07151 / 3 44 81
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